Sonntag, 17. August 2008

Tips zu Wordpress

Viele AWM's haben ja inzwischen Blogs als gute Trafficquelle erkannt und arbeiten ganz überwiegend wohl mit Wordpress. Ich bin da auch keine Ausnahme und kümmere mich bereits seit gut zwei Jahren recht intensiv darum. Wordpress ist ja auch prima in der Handhabung und eröffnet einem über die zahlreich verfügbaren Plugins ungeheure Möglichkeiten. Natürlich ist nichts perfekt und so gibt es auch bei Wordpress Dinge, die mich ärgern. Zwei davon betreffen eigentlich nicht Wordpress selber, sondern die meisten Wordpress-Templates. Hier hat sich nämlich eine Unsitte eingebürgert, die vor allem aus Sicht des Besuchers und damit zwangsläufig auch aus Sicht des Webmasters sehr ärgerlich ist und sicher schon so manchen potentiellen Abschluß verhindert hat.

Es betrifft zum einen die Artikelansicht und zum anderen die Kategorieansicht. In nahezu allen verfügbaren Templates ist es nämlich so, daß in der Artikelansicht die Sidebar mit allen wichtigen Navigationslinks einfach ausgeblendet wird. Mir ist dabei völlig unklar, wer irgendwann einmal auf diese Schnapsidee gekommen ist. Wenn man nämlich einen Blog betreibt und sich seine Logs anschaut, wird man zumeist feststellen, daß die Besucher überwiegend über die Artikelseiten und nicht etwa über die Startseite auf den Blog stoßen. Der Besucher landet also auf einer Unterseite ohne die für ihn so wichtige Navigation und steht quasi wie ein Depp da.

Ein ähnliches Problem zeigt sich bei der Kategorieansicht. Da man im Adultbereich wohl eher über Vorschaubilder als über abgehackte Texte verkauft, sollte man auch hier unbedingt eine Anpassung vornehmen. Standardmäßig werden nämlich Bilder in den Artikeln nicht angezeigt und der Text nur in verkürzter Form.

Die beiden Probleme können aber auf einfache Weise schnell korrigiert werden. Ich empfehle jedem Webmaster dringend, seine Blogs zu überprüfen und gegebenfalls auszubessern um keinen Umsatz zu verschenken. Nach der ganz einfach durchzuführenden Umstellung wird sich in den Besucherlogs schnell zeigen, daß viele Besucher, die über Artikelseiten reinkommen, weitere Seiten ansteuern und länger im Blog verweilen.

Die Anleitung für die Änderung habe ich in diese Textdatei geschrieben, da sich hier im Blog leider keine Code-Schnipsel eingeben lassen.

Samstag, 16. August 2008

Doppelter Content durch Partnerfeeds

Jedes Partnerprogramm, das heutzutage etwas auf sich hält, bietet sie seinen Webmastern an: RSS-Feeds zum Import in den eigenen Blog. So lassen sich für den Webmaster quasi auf Knopfdruck Tausende, Hunderttausende oder gar Millionen Seiten mit Blogeinträgen erstellen. Eine für den Webmaster eigentlich tolle Sache, die aber einen Haken hat. Es wird nämlich doppelter Content (im SEO-Jargon kurz „DC“ genannt) in wahren Massen produziert. Je beliebter ein Partnerprogramm ist, desto mehr Webmaster importieren diese vorgefertigten Feeds und gehen damit in den Suchergebnissen von Google & Co. baden. Man kann das wunderschön verfolgen, wenn man einen solchen Feed von z. B. eines der diversen Amateur-Mitmachportale bei copyscape eingibt. Es wird klar, daß sich mit den vorgefertigten PP-Feeds zwar nahezu ohne eigene Arbeit ein riesiges Seitenarchiv erstellen läßt, doch wird man so kaum einen Blumentopf gewinnen können.

Ich selber habe solche vorgefertigten Feeds in einigen Blogs recht erfolglos im Einsatz und wollte es nun aber einmal konkret wissen. Nach einer neuen Wordpress-Multiuser Installation bot es sich an, hier einmal einen Vergleich zwischen handgeschriebenen Blogs und mit RSS-Feeds gefütterten Blogs zu ziehen. Hierzu hatte ich zwei Nischen mit je zwei Blogs belegt, je ein Blog handgeschrieben und ein Blog mit einem RSS-Feed aus zwei verschiedenen Partnerprogrammen, wobei ein Blog die Besonderheit hatte, daß ich hier manuell ein wenig über die Replace-Funktion in dem von mir verwendeten Auotoblog-Plugin nachgebessert habe. Ich habe also über eine Keyword-Liste ca. 40 häufig vorkommende Begriffe automatisch beim Import ersetzt um so dem doppelten Content entgegenzuwirken. Nach 6 Wochen hatte ich das erwartetete Ergebnis, das mehr als eindeutig ausfiel.

Die beiden handgeschrieben Blogs hatten nur 11 und 15 Beiträge, jedoch hatten mir die Suchmaschinen immerhin knapp 3.000 Besucher hierhin geschickt. Die beiden automatisierten Blogs, die nach den 6 Wochen auf über 60.000 (!) Seiten kamen, erhielten dagegen nicht einmal 100 Besucher, wobei der Blog, der ohne Replace-Funktion 1:1 importiert wurde, sogar gänzlich auf Besucher aus Suchmaschinen verzichten mußte.

Als Fazit ist für mich klar, daß ich in Zukunft mir die Arbeit, Blogs mit vorgefertigten Feeds zu erstellen, erspare und diese Zeit lieber in das Verfassen eines eigenen Artikels investiere. Es gibt zwar inzwischen vereinzelt Partnerprogramme, die sich des Problems angenommen haben — Betacash und Suxello wären hier zu nennen — und mittels dem sogenannten Text-Morphing jedem Webmaster weitgehend einmalige Feeds zur Verfügung stellen, doch bin ich davon überzeugt, daß selbstgeschriebene Artikel eindeutig bessere Ergebnisse liefern. Außerdem laufe ich so nicht Gefahr, daß Google irgendwann einmal solche automatisierten Blogs nicht nur (logischerweise) schlechter in den Suchergebnissen berücksichtigt, sondern anderweitig abstraft. Wer Google kennt, der weiß, daß dies keineswegs unwahrscheinlich ist.

Freitag, 15. August 2008

Serversicherheit

Ein ganz wichtiges Thema, nicht nur für Adult Webmaster. In letzter Zeit lahmte mein Mietserver zusehends. Als ich der Geschichte auf den Grund ging, war die Ursache schnell ermittelt. Spambots versuchten ihren Müll hartnäckig auf einigen Seiten abzuladen, womit der Server zeitweise nahezu lahmgelegt wurde. Ziel waren insbesondere Wordpress- und diverse CMS Installationen. Eine Wordpress-Installation wurde gar von einer SQL-Injektion befallen; eine ganz üble Sache, die nur sehr schwer zu beheben ist, da die Injektion über die Beiträge in der Datenbank erfolgt. Ebenfalls ein bevorzugtes Angriffsziel der Hacker und Spammer scheint das in der Adult-Branche beliebte Katalogscript „easyLink“ zu sein. Hier mußte ich massive Angriffsversuche über die comments.php feststellen.

Ich informierte mich also schnellstens darüber, was zu tun sei um dem Abhilfe zu verschaffen. Dabei stieß ich auf einen Service, der dem lästigen Spam-Spuk bei mir im Handumdrehen ein Ende bereitete: Bot-Trap, ein Service von Webmastern für Webmaster gegen Web-Spam. Bot-Trap bietet auf einfache Weise Spamschutz gegen Content Grabber, Web-Spam, Sauger, Hijacker und Duplicate Content.

Das Prinzip ist ganz simpel. Nachdem man sich angemeldet und kurz im Forum vorgestellt hat, erhält man einen Download-Link für eine php-Datei, die man auf seinen Server kopiert. Diese php-Datei wird ständig aktualisiert und sperrt nach der kinderleichten Einbindung nahezu alles an virtuellem Ungeziefer, das man lieber nicht auf seinen Seiten hat, gnadenlos aus.

Ein wirklich empfehlenswerter Service, dessen Nutzung ich jedem Webmaster angesichts der immer häufigeren Attacken dringend nahelegen möchte.

Montag, 11. August 2008

Kleine Ursache, große Wirkung

Heute möchte ich einmal über eine seltsame Sache berichten, die mir vor einigen Monaten widerfahren ist. Es ist schon sicher 3 bis 4 Jahre her, daß ich eine kleine Seite mit einem von einem Partnerprogramm angebotenen Freechat gebastelt hatte. Der Freechat sollte User zur Anmeldung animieren um diese später über den Hardcore Chat in zahlende Kunden zu verwandeln. Nun hatte ich diese Seite mehr nebenher erstellt und mich jahrelang kaum weiter darum gekümmert und sie auch nur wenig in meinem Netzwerk verlinkt. Dennoch konnte ich mich über die Jahre hinweg regelmäßig über recht zahlreiche Anmeldungen und konstante Umsätze freuen. Die Einnahmen hielten sich zwar im Rahmen aber es war doch immer ein nettes Zubrot. Hin und wieder schaute ich mal oberflächlich in meine Zugriffsstatistiken und sah, daß Google mir stets nahezu gleichbleibende Besucherzahlen bescherte.

Das Ganze fand vor einigen Monaten ein jähes Ende. Was war geschehen? Ich war mit einer neuen Seite für ein Kontaktportal beschäftigt, wobei mir der Gedanke kam, daß ein Link von dort auf meine alte Freechat-Seite eine gute Idee wäre. So stieß ich nach langer Zeit noch einmal wieder auf meine Chatseite und stellte dabei fest, daß sich damals im Titel ein Tipfehler eingeschlichen hatte. Dort stand nämlich „Kostenloser Sexcaht“. Nicht weiter tragisch aber doch unschön. Also korrigierte ich dies schnell und ich stellte die berichtigte Datei mit dem korrekten Titel „Kostenloser Sexchat“ ein.

Ich hatte diese — wie ich glaubte — nebensächliche Aktion schon fast vergessen, als mir auffiel, daß der Freechat seit einiger Zeit kaum noch Besucher generierte. Die Logs zeigten, daß die Besucherzahlen von einem Tag auf den anderen fast auf den Nullpunkt gefallen waren. Erst ein genauer Blick in die Logs offenbarte, was geschehen war: Google hatte mir nämlich in der Vergangenheit fast ausschließlich Besucher über das Keyword „Sexcaht“ geschickt. Damit war ich anscheinend in den vorderen Positionen gelistet. Unglaublich, wie viele Leute den gleichen Tipfehler bei ihren Suchanfragen eingegeben haben müssen. Durch meine Korrektur hatte ich meine Seite also quasi selber abgeschossen. Ich hatte den Fehler dann natürlich wieder hastig „zurückkorrigiert“ in der Hoffnung, meine Freechat-Seite wieder auf die alten Positionen zu bringen. Leider zeigt sich Tante Google hier bis heute „nachtragend“ und ignoriert stur meinen nun absichtlich gemachten Fehler.

Dieses Beispiel ist sicher nicht wirklich weltbewegend aber es zeigt doch auf, wie ungemein wichtig es ist, ständig seine Besucher über die Logs im Auge zu behalten. Winzige Kleinigkeiten können ausschlaggebend dafür sein, ob eine Seite erfolgreich Einnahmen generiert oder nicht.